Versicherungsmolch

Es ist das alte und leidige Thema. In einer Zeit, in der alles im teurer wird, der Staat hemmungslos in unsere Geldbörsen greift und sich an unserem schwer erarbeitetem Geld bedient, kommen zum Jahresende auch noch die Versicherungsvertreter daher und wollen uns Beratungstermine aufschwatzen, bei denen sie uns dann neue Versicherungen oder zumindest Erhöhungen andrehen möchten.

Bis vor einiger Zeit dachte ich noch selbst so. Bis ich selbst ins Versicherungsgeschäft in die Agentur meines Vaters eingestiegen bin und im Rahmen meiner Ausbildung einige unbequeme Wahrheiten erfahren habe.
Ich behaupte zum Beispiel: würde sich die große Masse der Deutschen tatsächlich über den Stand unserer gesetzlichen Rentenversicherung ins Bild setzen, würden die Menschen mit Mistgabeln und Fackeln in Berlin einmarschieren. Wie hier Monat für Monat unser hart erarbeitetes Geld in ein nur noch vom Schein zusammengehaltenes, völlig marodes System gepumpt wird, spottet jeder Beschreibung.

Streng genommen dürfte ich in einem Beratungsgespräch zum Thema Altersvorsorge mit dem Geld, das dem Beratenen als gesetzliche Rente zustehen würde, gar nicht erst rechnen, so instabil und ungesichert ist dieser vermeintliche Anspruch. Und selbst wenn ich es tue, sind die ca. 40% vom letzten Brutto, was im Durchschnitt recht genau der Höhe der Rente entspricht, eigentlich ein Witz und stehen in keiner Relation zu den oftmals jahrzehntelangen Einzahlungen. Eine private Vorsorge ist einfach, so abgedroschen das auch klingen mag, unerlässlicher und wichtiger denn je, wenn wir im Alter unseren Lebensstandard halten und nicht jeden Cent dreimal umdrehen wollen.

Diese und ähnliche Beoabachtungen rund um das Versicherungsgewerbe fasse ich im Versicherungsmolch zusammen und versuche, sie möglichst feucht (also nicht trocken), aufzubereiten.

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